Barbara WOLF - WICHA Politik - Wissenschaft - Kunst
Barbara  WOLF - WICHAPolitik - Wissenschaft - Kunst

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Außeruniversitär: Politikberatung, Kulturmanagement und Evaluierung

Offenheit für Neues, Bereitschaft, das Neue zuzulassen und möglichst selbst zu erbroben, andere überzeugen, von den eingefahrenen Wegen ins neue Umland zu gehen und alle Möglichkeiten der Mitbestimmung und MItwirkung ausloten - das sind für mich wichtige Lebensprinzipien. Die wichtigen gesellschaftspolitischen Kategorien - wie Macht - Ohnmacht, Konflikt - Konsens,  - gelten für mich nicht nur in der Wissenschaft, sondern auch im täglichen Leben.
Die Achtung vor und Verteidigung von Freiheits-, Menschen- und Frauenrechten waren Prägungen, die ich von meinen Eltern und vor allem von zwei Universitätslehrern, dem Wiener Gräzisten Albin Lesky und dem Salzburg Politologen René Marcic, erhielt.
 

POSITION BEZIEHEN

Von ihnen habe ich gelernt, Position zu beziehen, wenn politische und soziale Freiheiten bedroht werden. Was sich auf mein eigenes Umfeld bezgen hat, bekam durch mein Engagement in Berufsverbänden und nationalen und internationalen NGOs, in der UNESCO-Kommission, der Österreichischen Liga für die Vereinten Nationen, im Executive Committee des Dachverbands WFUNA eine viel breitere und international ausgerichtete  Dimension. Und ich musste ganz schnell und vor allem im Jahr 1968 (nach dem Einmarsch russischer Truppen in die Tschechoslowakei und dem Ende des "Prager Frühlings") erkennen, wo die Grenzen des Verhandelns selbst in NGOs liegen.

Mit diesem ethischen Rüstzeug habe ich 1977 dann auch die Einladung durch den damaligen Chefredakteur der "Kleinen Zeitung" in Graz, Fritz Csoklich, angenommen, als Außenpolitikreakteurin (an der Seite von Gerfried Sperl) nach Graz zu übersiedeln.

Landeshauptmann Wilfried Haslauer bei der Konstituierung der Salzburg-Kommission Medien

POLITIKBERATUNG

Als der damalige Salzburger Landeshauptmann, Wilfried Haslauer, mich zur Realisierung der Idee eines Think-tanks zurückholte, habe ich Graz (und den Journalismus!) schweren Herzens verlassen. Als Generalsekretärin der "Salzburg-Kommissionen" war ich von 1978 - 1982 tätig. Meine Tätigkeit: ExpertInnen zu finden für die damals besonders relevanten Bereiche der Raumordnung, der neuen Medien, der Lebenskultur und der verschiedenen, erst beginnenden Formen der Bürgerbeteiligung. Ich habe die Sitzungen moderiert und die Ergebnisse dann dem Landeshauptmann und den Fraktionen im Landtag zur Verfügung gestellt. Manches davon, vor allem zum Thema Raumordnung, wurde Jahre später umgesetzt.

Das Konfliktthema Raumordnung hat mich übrigens so sehr beschäftigt, dass ich mich ausgerechnet mit diesem Thema, der Gesetzwerdung eines neuen Raumordnungsgesetzes, 1985 habilitiert habe. Mein damaliges Engagement hat dazu geführt, dass mich die ÖROK (Österreichische Raumordnungskonferenz) eingeladen hat, das damals neue Raumordnungsprogramm für alle verständlich aufzubereiten.

Oberbaumbrücke

VERMITTELN ÜBER BARRIEREN HINWEG

Die Vielfalt der Aufgaben, die ich als Konsulin für Presse, Wissenschaft und Kultur am ehemaligen Österreichischen Generalkonsulat (jetzt Botschaft) Berlin übernehmen durfte, war eine große Herausforderung, der ich mich aber gern und mit vollem Einsatz gestellt habe. Einerseits konnte ich dazu beitragen, dass sich österreichische Künstlerinnen und Künstler in Ostdeutschland nach der deutschen Einheit präsentieren konnten, andererseits auch, dass Kunstschaffende und VermittlerInnen aus dem Osten Deutschland Kontakte zu Österreich knüpfen konnten. Abwechselnd an Veranstaltungsorten in Ost- und Westberlin habe ich Kulturschaffende aus beiden Stadtteilen und Wirtschaftstreibende zu so genannten "Ost-West-Gesprächen" eingeladen. Auch die Durchführung von Tagungen und Symposien mit österreichischen und deutschen WissenschafterInnen zählte zu meinen Aufgaben. Eine sechswöchige Großveranstaltung zum "Millennium 1996" in der Matthäus-Kirche am Kulturforum in Berlin im Rahmen einer großen Ausstellung von Franz Wolf und die Österreich-Wochen in Thüringen zählten dank wundervoller Ensembles (Austrian Art Ensemble, Klangforum Wien, Kammertrio Linz-Wien, Erika Pluhar u.v.m.) zu den Höhepunkten der damaligen Tätigkeit.

UND ABERMALS: POSITION BEZIEHEN

Wieder in Österreich, waren die Veränderungen in der Politik nach den Wahlen 1999 und die Regierungsbildung 2000 für mich Signal genug, alte Parteibindungen zu brechen, aber umso mehr gesellschafts-politisch zu agieren. Für die ARGE Nonntal habe ich die Veranstaltungsreihe "contra" zum Thema Schwarz-Blau durchgeführt. Die Lesung von Frank Hofmann, "Dritte Walpurgisnacht", ist vielen noch in Erinnerung.
Eine neue kulturpolitische Herausforderung habe ich dann übernommen, als ich nach fast 30 Jahren zum 2. Mal in den Salzburger Landes-Kulturbeirat berufen und zur Vorsitzenden bis Ende 2011 gewählt wurde. 

EINTRETEN FÜR BENACHTEILIGTE DURCH EXPERTINNENWISSEN: WOHNUNGSLOSIGKEIT

Seit dem Jahr 2001 werde ich regelmäßig als Expertin/Evaluatorin für wissenschaftliche Projekte zur EU-Kommission nach Brüssel eingeladen. Eine sehr spannende und verantwortungsvolle Aufgabe, aus der Fülle an Anträgen die besten herauszufinden.

Und seit 2010 bin ich stärker in nationale und europäische Projekte zum Thema Wohnungslosigkeit (homelessness) eingebunden. Als Expertin habe ich an der Consensus Conference 2010 teilgenommen und konnte in der Folge immer wieder dieses Thema auf die Agenda nationaler und internationaler Gremien bringen. Unter anderem auch im Brüssler Parlament 2011. Wohnungslosigkeit tritt in vielen Formen auf - vom Leben in unzureichenden Unterkünften bis zur drohenden Delogierung und dem Leben auf der Straße oder in Notunterkünften. Umso nötiger sind Daten über diese verschiedenen Formen, was möglich wäre, würden alle europäischen Länder die ETHOS-Kategorien zur Bestandsaufnahme übernehmen. Welche präventiven und welche Akut-Maßnahmen (Stichwort "Housing first - but not only") gesetzt werden müssen, war und ist Thema vieler meiner Publikationen und Vorträge. 

VIELFALT ALS CHANCE BEGREIFEN

Als die EU das Jahr 2008 zum "Europäischen Jahr des Interkulturellen Dialogs" ausgerufen hat, haben sich viele Salzburger Institutionen und Organisationen mit den verschiedenen Möglichkeiten des Dialogs durch kulturelle Begegnungsformen befasst. Als Vorsitzende des Salzburger Landes-Kulturbeirats konnte ich dazu auch einen Beitrag leisten - denn so wie ich haben viele der engagierten Kultureinrichtungen das Zusammenleben in einer multikulturellen Gesellschaft als Chance und Gewinn für Österreich gesehen. Und sie waren damit auch eine Alternative zu den nationalistischen Intoleranzen, die sich in unserer Gesellschaft nur allzu oft zeigen.

Als sichtbares Zeichen, wie das Verknüpfen verschiedener Lebenswelten, Traditionen und Kulturen gelingen kann, hat sich auch in Salzburg START etabliert: Durch Stipendien wird Jugendlichen, die selber oder deren Eltern im Ausland geboren wurden, die die Matura anstreben und sich im sozialen Bereich selber engagieren, konkrete Hilfe und zusätzliche Ausbildung gewährt. Für das Schuljahr 2013/14 wurden acht Stipendien vergeben - und ich durfte bei der Auswahl der StipendiatInnen mitwirken. Erstmals war auch der Rotary Club Salzburg-Land und für 2014/15 der Rotary Distrikt 1920 Patin, Und wie stolz und glücklich die neuen "Stipis", wie sie genannt werden, sieht man unten (Bouchra Ikherrazene aus Marokko, zweite von rechts, dahinter die Präsidentin des Rotary Clubs Salzburg-Land als Patin). 2015/16 durften wir Sheba Brennsteiner auf ihrem Weg begleiten.

Leider hat sich der Plan, diese Idee auch auf den Übergang von Haupt- oder Neuer Mittelschule in die Lehre ausweiten, nicht realisieren lassen.

Die Stipendiatinnen und Stipendiaten des Schuljahres 2013/14


Noch eine Anmerkung zum unbedachten Begriff der Jugendlichen "mit Migrationshintergrund". Man sollte bei der Verwendung dieses Begriffs an zwei Faktoren denken: erstens sind die meisten nach Österreich Zugewanderten aus Deutschland, zweitens stellt dieser Begriff des "Andersseins" eine Diskriminierung dar. Diese Jugendlichen und Erwachsenen werden wie eine homogene Einheit behandelt, deren Gemeinsamkeit in einem konstruierten Anderssein besteht (anders aufgrund von Tradition, kulturellem Hintergrund, Ethnien, Nationalität usw.)., obwohl viele Jugendliche in Österreich geboren wurden. Aber anders als die Mehrzahl der jugendlichen ÖsterreicherInnen haben sie den Vorteil (von der Mehrheitsgesellschaft häufig als Problem angesehen), zwei- oder oft dreisprachig aufgewachsen zu sein.

BEGEGNUNG DER GENERATIONEN

Seit 2011 besteht der Verein Einstieg in der Salzburger Gemeinde Grödig, ist aber auch in Hallein aktiv. In Zusammenarbeit mit der Neuen Musik-Mittelschule Grödig wurde das Projekt "GenerationenLernen" entwickelt. Gemeinsam mit KollegInnen aus verschiedenen Lehrberufen und Arbeitsfeldern unterstütze ich Jugendliche, deren Eltern nicht immer über die Möglichkeit verfügen, den schulischen Weg ihrer Kinder aktiv zu begleiten. Gerade dieser Gedanken- und Erfahrungsaustausch versteht sich als empowerment für die Jugendlichen, ist also mehr als ein bloßer Nachhilfeunterricht. Und es ist für beide Seiten, insbesondere wenn es Jugendliche aus anderen Kulturkreisen sind, eine großartige Lernerfahrung. Für beide Seiten!

SPECIAL OLYMPICS

Am 18. März 2017 werden in Schladming/ WM-Stadion Planai die "Special Olympics/ World Winter Games Austria 2017" eröffnet, an denen 2.700 Athleten aus 107 Nationen teilnehmen werden. In 9 Sportarten werden sich die TeilnehmerInnen messen. Dieses besondere Ereignis geht dann am 24. März in Graz/Merkur Arena zu Ende. Zwei Salzburger Rotary Clubs (RC Salzburg und RC Salzburg-Land) werden die Delegation aus LITAUEN im Vorfeld, in so genannten "Host-Town"-Activities, betreuen. Die 30 SportlerInnen aus Litauen werden in den Disziplinen Floor Hockey, Ski Nordisch und Schneeschuhlauf antreten. Es ist eine Ehre und Verpflichtung für mich, diese Aktiviäten als Ansprechpartnerin für die FreundInnen aus Litauen in den beiden Vorbereitungstagen hauptverantwortlich mitgestalten zu dürfen.

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© Barbara Wolf-Wicha - Wissenschaft und Kunst