Barbara WOLF - WICHA Politik - Wissenschaft - Kunst
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Prägungen durch die Um- und Mitwelt

Diverse Ortswechsel (Wien - Salzburg - Genf - Graz - Berlin - Salzburg) waren mit Veränderungen meiner Berufstätigkeit verbunden: von der Klassischen Philologie zur Politikwissenschaft (mit der üblichen, wenngleich immer wieder unterbrochenen "Karriere" von der Universitätsassistentin zur Universitätsprofessorin) und der Tätigkeit als Journalistin, Politikberaterin und Diplomatin. Davon war auch meine freischaffendes Engagement betroffen - als Kulturmanagerin, Herausgeberin, Künstlerin und Autorin. Und doch waren diese Orte, Berufe und Tätigkeiten miteinander verflochten - vor allem durch die Menschen, denen ich begegnen durfte, oft ein ganzes Leben lang, im eigenen Land und in anderen Ländern und Kulturen.
Sie haben mich eines gelehrt: Immer mit Offenheit und ohne Voreingenommenheit an diese vielfältigen Herausforderungen heranzugehen, Respekt zu haben vor anderen Kulturen und die Vielfalt immer als Bereicherung, nie als Bedrohung anzusehen. Deshalb sind mir Nationalismen nicht nur fremd, sondern ein Greuel.

Hier nochmals ein Blick auf die wichtigsten und prägenden Lebensstationen:

Bei der 25. Generalversammlung der WFUNA vom 1.-6.10.1975 in Moskau

In Wien hat mein Leben begonnen. Matura, Studium (Klassische Philologie), daneben Tätigkeit in der Liga für die Vereinten Nationen und im Dachverband WFUNA (daran hat auch meine Übersiedlung von Wien nach Salzburg nichts geändert): Die Generalversammlungen der WFUNA in Genf (1968 und 1973), Nicosia (1969), Luxemburg (1971) und Moskau (1975), aber auch die Verhandlungsführung im Executive Committee in schwierigen Zeiten selbst für eine NGO (besonders 1968 dramatisches Ende des Prager Frühlings, Vietnamkrieg, der Zypern-Konflikt, die Stellung der DDR) haben mein Leben nachhaltig geprägt. Eine spannende Herausforderung war die Leitung der WFUNA-Delegation beim "World Congress of Peace Forces" vom 24.10.-2.11.1973.

Zwischenzeitlich hatte ich 1970 in Salzburg promoviert (Politikwissenschaft und Latein) und bin1977 dem Ruf zur "Kleinen Zeitung" als Außenpolitik-Redakteurin nach Graz gefolgt. Einem Anruf des damaligen Salzburger Landeshauptmann, Wilfried Haslauer, wollte ich erst widerstehen, aber das Angebot war zu verlockend: vier Jahre Politikberatung als Generalsekretärin der "Salzburg-Kommissionen".
Dann 1985 Habilitation. Es folgten die Jahre in Berlin (von 1990 bis 1997) mit dem Schwerpunkt der Kultur- und Wissenschaftspolitik in Ostdeutschland, danach wieder die Arbeit an der Universität von 1997 bis zu meinem Ausscheiden aus dem akademischen Leben Ende 2008.
Die enge Verflechtung von internationalem und kulturpolitischem Engagement mit wissenschaftlicher Analyse spiegelt sich in meinen Reden, Kommentaren und  Publikationen - und zuletzt auch in meinen eigenen Bildern. Wichtig war mir immer, breitere Kreise zu erreichen, außerhalb der Wissenschaftscommunity.

Der Große Buddha von Kamakura, Japan, 13,35 m hoch

Im Jahr 2012 habe ich ganz bewusst (und geradezu logisch) eine zusätzliche Ausbildung zur Reiseleiterin gemacht, weil ich mein Wissen und meine Erfahrungen weitergeben und mit vielen Menschen teilen wollte. Ich durfte die Vielfalt der Kulturen als große Bereicherung erleben, konnte mit den Menschen in anderen Ländern reden, ihre politische, kulturelle und religiöse Sozialisation kennenlernen und ihre Kulturschätze besichtigen.

Der Burj Khalifa in Dubai mit einer Höhe von 830m

Meine vielen Reisen in Metropolen, Städte oder ländliche oder auch Wüsten-Gebiete hinterließen ganz unterschiedliche Eindrücke bei mir: Zur schon genannten Tätigkeit in der WFUNA kam später der Focus auf die mittelosteuropäischen Länder und die Europäische Union (Schwerpunkt Brüssel) hinzu.  Aufenthalte in Zypern, in Israel (1969 und 1989), in London und Birmingham (vor allem im Rahmen eines UNO-Stipendiums zum Thema Flucht und Vertreibung, damals aktuell durch die Konflikte in Biafra), in der tunesischen Sahara, Ägypten und Dubai und Abu Dhabi konnten nicht kontrastreicher sein. Anders als manch andere haben mich auch die Städte Tokio, Peking oder Shanghai nicht durch ihre Hektik und Raumknappheit geschockt. Sie waren wie ein Kontrastprogramm gegenüber den Eindrücken, die der Norden Europas (von Dänemark, Norwegen oder Finland) hinterlassen hat, oder Irland und Nordirland. Und Berlin, die Städte im Osten Deutschlands nach der vollzogenen Vereinigung und die kleineren Gemeinden mit einem aus dem Nichts geborenen aktiven Kulturleben waren für mein Leben und für meinen Respekt für diese unbeschreibliche Vitalität der ersten Jahre besonders beeindruckend.
Und noch eines: Meine internationale Tätigkeit, die Reisen und vor allem die längeren Auslandsaufenthalte waren eine wirksame Therapie gegen die Scheuklappen, mit denen man als Tourist oft durch die Länder fährt. 

Leben abseits der Metropole Tokio

Sie haben mir die Augen geöffnet für die unerträgliche Kluft zwischen Arm und Reich, zwischen Palast und Obdachlosenasyl. Sie ist zugleich eine Kluft zwischen Macht und Machtlosigkeit. Aber es gibt dann noch eine Differenzierung, die zwischen erwünschten und abzuschiebenden "Gästen". Wieder daheim angekommen, habe ich mit diesen geöffneten Augen leider sehr ähnliche Tendenzen im eigenen Land wahrgenommen.

Ich sehe es als Aufgabe an, diese Eindrücke und Erlebnisse sichtbar zu machen. In den mir zur Verfügung stehenden Medien, vom Interview bis zum Buch, an dem ich gerade arbeite. Manchmal versagen die Worte, wollte man dagegen anschreiben, dann helfen Farben und Pinsel, ein Bild, um das Ungesagte sichtbar zu machen...

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