Barbara WOLF - WICHA Politik - Wissenschaft - Kunst
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Kunst - die andere Seite der Sprache 

Für mich als Bildende Künstlerin ist Kunst eines der Medien, Aussagen zu machen - über Eindrücke, die das Politische in mir hinterlassen hat, über vieles, was mich bewegt und mir wichtig ist. Die Grundlage jedes Bildes ist immer die Zeichnung. Meist sind es Gegenstände oder Objekte, die man im realen Leben vorfindet, es sind Ereignisse, die auch andere wahrnehmen könn(t)en. Meine Bilder sind in diesem Sinn immer realistisch, gegenständlich, weil sie an Reales, Bekanntes oder Beobachtungen anknüpfen. Aber dennoch sind sie keine Abbilder der Realität, und schon gar keine geschmäcklerische Wanddekoration. Das kann man in meinen Bildern und bei all meinen bisherigen Ausstellungen deutlich sehen. Oft transportieren "schöne" Gegenstände (Pflanzen, Orchideen, ein Vogel, ein Fisch u.dgl.) oder eine ganz bestimmte Platzierung von Objekten und Menschen meine Aussagen (die Knochenhand bei der Agave, die nach dem Blühen unweigerlich abstirbt; die Weite der Landschaft in der Wüste mit den Strommasten, die sie durchziehen; Mobiltelefone im Feuer,..).

Nehmen Sie als Beispiel das Bild oben rechts auf dieser Seite, "Ausgegrenzt":
Zunächst ein schönes und freundliches Bild mit den von derselben Sonne beleuchteten rosa und grünen Orchideenblüten. Doch da steht eine kleine Gliederpuppe inmitten der Blätter. Ihrer Gestik entnimmt man, die aus derselben Wurzel kommenden rosa Blüten schützen zu wollen und die von außen kommende, nur in der Farbe unterschiedliche grüne Orchidee abzuwehren. Mit diesem Bild gebe ich eine Antwort auf die in unserer Gesellschaft platzgreifende Politik der Ausgrenzung und Fremdenfeindlichkeit - und hoffe, zum Denken anzuregen. Jemand spricht eine andere Sprache, hat eine andere religiöse oder sozio-kulturelle Sozialisation erfahren - aber ist doch vom selben Stamm: hier eine Orchidee, in der Gesellschaft ein Mensch wie wir alle. Statt sich an der Verschiedenheit zu freuen, sie als Chance und Bereicherung anzunehmen, wird oft mit Ausgrenzung und schlimmstenfalls mit Ausweisung reagiert. Unbeschadet dessen, weshalb Menschen geholt wurden, gekommen sind, kommen mussten oder seit wann sie hier leben. Mit dem Vorwand, die eigene Gesellschaft zu schützen, unter sich zu bleiben. Dabei wäre es so einfach, die Hände umzudrehen und zu öffnen...

So wie hier finden sich in meinen Bildern - oft verschlüsselt oder in Symbolen - meine Positionen zu Freiheit, zum Freisein, zur Offenheit, die Achtung vor Zivilcourage, der Respekt vor der Natur. Gerade bei meinen Reisen konnte ich einen Eindruck von den kulturellen Leistungen in anderen Ländern gewinnen. Und wer sich mit der Religion anderer Völker befasst, wird auch dem Friedenskonzept dieser Religionen höchsten Respekt entgegenbringen. Das war auch das Motiv, weshalb mir das Bild der Jumeirah-Moschee so wichtig ist (an einem anderen arbeite ich gerade).
In manchen Bildern wollte ich die eigene Hilf- und Ratlosigkeit angesichts von Krieg und Zerstörung oder Armut und Elend zum Ausdruck bringen. In anderen Bildern schwingt Humor mit - skurril, surreal anmutend, manchmal mit leisem Zynismus.
Wer sich die Zeit nimmt, sich mit den Bildern auseinanderzusetzen, und hinter das scheinbar Reale sieht, wird sie vor der Folie der eigenen Erfahrungen sehen und interpretieren und dabei vielleicht einiges über sich selber herausfinden...

Meine Bilder sind überwiegend auf Hartfaserplatte in Acryl gemalt, einige in Öl auf Leinwand, und mehrmals habe ich Pan-Pastell eingesetzt. Das Bild, das Sie durch die Homepage als Titelbild begleitet und meine eigene Spannung zwischen dem Leben zwischen Büchern und der Kunst spiegelt ("Mein Malbuch"), ist komplett mit Pastell gemalt, ergänzt durch Bleistift und Farbstift. Ich probiere gern Neues - aber die Aussage steht bei mir immer im Vordergrund und bestimmt die gewählte Technik. Die Formel von David Riesman, "the medium is the message", trifft hier insofern zu, dass es zwar das Bild ist, das diese message transportiert, aber sich als Bild, als Kunstwerk und medium zugunsten der Aussage zurückhält.

Wie Sie sehen werden, haben in den Jahren 2014/5 die "Bücher" (d.h. das Schreiben) den "Pinsel" in den Hintergrund gedrängt - aber ich freue mich auf die Zeit, in der es wieder umgekehrt sein wird.

Wenn Ihnen eines der Bilder in der folgenden Galerie gefällt (Bildtitel, Technik und Größe stehen oberhalb des Bildes), Sie es in natura sehen oder gar kaufen und den Preis wissen wollen, vielleicht einige der Überlegungen verstehen wollen, die mich beim Malen beschäftigt haben, dann melden Sie sich bitte bei mir, am besten per mail.

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© Barbara Wolf-Wicha - Wissenschaft und Kunst