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Der Hintergrund: Flucht und Migration

Die Folgen der Umweltzerstörung und des globalen Klimawechsels betreffen zwar alle Länder und alle Menschen, belasten aber besonders einzelne Erdteile, wo - wie in Teilen Afrikas - komplexe Faktoren zusammentreffen:  Monokulturen, Bodendegeneration, Erschöpfung der Ressourcen, Wüstenbildung, Dürreperioden, abwechselnd mit Hochwasserphasen, Nomaden, die ihre Herden verloren haben, ein hohes Bevölkerungswachstum, Abholzung von Waldflächen zum Zweck der Gewinnung landwirtschaftlicher Nutzflächen, Abwanderung aus den ländlichen Gebieten in die Städte. 

Die Fluchtbewegung nach Klimakatastrophen führt zumeist in höher gelegene Gebiete (wie zuletzt nach wochenlangem Regen und Bergrutschungen in Uganda). Aber, wie in weiten Gebieten Mozambiques, müssen viele in die Städte abwandern, weil der Boden nicht mehr zu bebauen ist und alle Nahrungsvorräte vernichtet wurden. 
Diese meist ungeordnete Urbanisierung führt zu weiteren Belastungen im Hinblick auf die Ressourcen (Wasser, Nahrung, Boden, Wald) und Infrastruktur und führt zur Slumbildung. Die Folgen dieser Entwicklung, die kein Phänomen der Gegenwart ist, sind Migrationsbewegungen.
Nach dem jüngsten Bericht der UNO-Flüchtlingsorganisation UNHCR waren 2018 weltweit 70,8 Millionen Menschen auf der Flucht. Das UNO Bevölkerungsprgramm UNDP hatte bereits 1998 geschätzt, dass 135 Millionen Menschen in Gefahr sind, zu Umweltflüchtlingen zu werden. Im selben Jahr hatte die Weltbank mit den Zahlen aufhorchen lassen, dass sich 25 Millionen Menschen aufgrund von Umweltzerstörungen auf der Flucht befanden. Umweltfküchtlinge hatten erstmals die Zahl der Kriegsflüchtlinge überstiegen.

Nach dem UNHCR-Bericht "Global Trends 2018" sind die größten Herkunftsländer von Flüchtlingen Syrien (6,7 Millionen), Afganistan (2,7), Südsudan (2,3), Myanmar (1,1) und Somalia (0,9). Dazu sind aber auch noch die fünf Länder mit den meisten Binnenvertriebenen zu nennen: Kolumbien (7,8 Millionen), Syrien (6,2), DR Kongo (5 Millionen), Äthiopien (2,6) und Somalia (2,6 Millionen).
UNHCR verweist darauf, dass 58 Prozent der Gesamtzahl von 70,8 Millionen Menschen Binnenflüchtlinge und Binnenvertriebe sind - 4 von 5 Flüchtlingen leben in den Nachbarländern ihres Heimatstaates, also in meist armen Ländern.

Die fünf größten Aufnahmeländer von Flüchtlingen sind die Türkei (3,7 Millionen), Pakistan (1,4 Millionen), Uganda (1,2 Millionen), Sudan (1,1 Millionen) und Deutschland (1,1 Millionen). Die Konsequenz, auf die UNHCR hinweist: Staaten und Gemeinden, die Flüchtlinge oder andere aus ihrer eigentlichen Heimat geflohene Menschen unterstützen, brauchen eine robuste finanzielle Ausstattung und Hilfe. Auch wenn Uganda die Menschen nicht in "Flüchtlingslagern", sondern in Settlements, also Ansiedlungen mit Grund und umgehender Erwerbsmöglichkeit unterbringt, kann das Fehlen von entsprechender Unterstützung zu Instabilität führen, hat Konsequenzen für lebenssichernde humanitäre Hilfe und/oder löst Weiterwanderung aus.

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