Barbara WOLF - WICHA Politik - Wissenschaft - Kunst
Barbara  WOLF - WICHAPolitik - Wissenschaft - Kunst

Ich begrüße Sie herzlich auf meiner Homepage "Politik-Wissenschaft-Kunst"
und freue mich auf Ihre Anmerkungen, Fragen oder Kommentare!

Kontakt

Sie können mir gern
eine e-mail schicken

bww@sbg.at

 

oder Sie rufen mich,
Dr. Barbara Wolf-Wicha,
einfach am Mobiltelefon
an unter

+43 676 3263447

 

oder nutzen Sie das Kontaktformular.

VENEDIG - 55. BIENNALE 2013 "Il Palazzo Enciclopedico"

Ein Reisebericht

Die Societá Dante Alighieri Salzburg und die Kunstbox Seekirchen haben vom 14. bis 16. Juni 2013 zur Kunstreise nach Venedig eingeladen. 39 Kunstinteressierte sind der Einladung gefolgt. Wer sich nicht schon daheim mit der heurigen Biennale beschäftigen konnte, hatte auf der Busfahrt Zeit sich zu informieren. Aus allerlei Zeitungs- und Zeitschriftenberichten erfuhr man, was hinter dem Konzept des italienischen Kurators, Massimiliano Gioni, stand. Der Titel der Schau, „Il Palazzo Enciclopedico“, geht auf das Projekt des Italoamerikaners Marino Auriti zurück. Ein fünf Meter hohes Modell konnten wir am 2. Tag im Arsenale bewundern (eine Leihgabe des Folk Art Museum New York) – es präsentiert den Traum von einem universellen Wissen. 
Die Ausstellung ist wie ein Museum auf Zeit angelegt. Mich interessiert, wie Bilder entstehen und wie das Bild vom Auge ins Gehirn gelangt“, sagt Gioni im Interview (art, das Kunstmagazin, Juni 2013, S. 81). „Wie formt sich denn eigentlich das mentale Bild eines Bildes, und welche Prozesse spielen dabei eine Rolle?“, das interessierte ihn besonders. Der Gedanke dahinter war die „Idee vom Kunstwerk in einem erweiterten Kontext. Wenn wir etwas vom Bild und der Kunst verstehen wollen, können wir das Bild nicht isolieren und in ein Sancta Sanctorum stellen. Wir müssen es im Kontext der visuellen Kultur sehen“.
Gioni hat sich bei seiner Auswahl nicht an den Preisen und am Markt orientiert, sondern solche, wie er sagt, „die einen kulturell unangepassten Charakter haben“. Im Bewusstsein – und das macht diese Biennale so spannend und sehenswert -, „dass der Preis für ein Kunstwerk zwar durch die Qualität legitimiert sein kann, sie aber nicht erzeugen darf“. Dennoch sind nicht nur Werke von Außenseitern zu sehen, aber diese helfen uns „besser zu verstehen, wie die Wahrnehmung von Bildern funktioniert“.

Wer daran gewöhnt ist, die Werke der Biennale auf zwei hauptsächlichen Ausstellungsorten – dem ARSENALE und den GIARDINI – besuchen zu können, muss schnell umdenken. Erst einmal sollte man die Ausstellungen im Arsenale Nord besichtigen, aber dann der informativen Übersichtskarte folgen, um die verschiedenen Begleitveranstaltungen (Eventi Collaterali) nicht zu versäumen. Kunst hat die ganze Stadt im Griff, ebenso die Inseln Giudecca, San Giorgio, Murano, S. Servolo, S. Lazzaro degli Armeni und den Lido. Wer dann noch die Kraft hat (und am besten im Voraus per Internet gebucht hat), sollte sich die Ausstellung Édouard Manet, Rückkehr nach Venedig (nur bis 18. August!) im Dogenpalast nicht entgehen lassen. Oder im Museo Fortuny dem „Blick des Künstlers“, des Katalanen Antoni Tàpies (bis 24. November), folgen.

Druckversion Druckversion | Sitemap
© Barbara Wolf-Wicha - Wissenschaft und Kunst