Barbara WOLF - WICHA Politik - Wissenschaft - Kunst
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ROTARY: Making a Difference 


Die Folgen der Umweltzerstörung und des globalen Klimawechsels betreffen zwar alle Länder und Menschen, belasten aber besonders einzelne Erdteile, wo - wie in Teilen Afrikas - komplexe Faktoren zusammentreffen:  Monokulturen, Bodendegeneration, Erschöpfung der Ressourcen, Wüstenbildung, Dürreperioden, abwechselnd mit Hochwasserphasen, Nomaden, die ihre Herden verloren haben, ein hohes Bevölkerungswachstum, Abholzung von Waldflächen zum Zweck der Gewinnung landwirtschaftlicher Nutzflächen, Abwanderung aus den ländlichen Gebieten in die Städte. Diese Urbanisierung, meist ungeordnet und spontan, führt zu weiteren Belastungen im Hinblick auf die Ressourcen (Wasser, Boden, Wald) und Infrastruktur und führt zu Slumbildung.
Die Folgen dieser Entwicklung, die kein Phänomen der Gegenwart ist, sind Migrationsbewegungen. Schon im Jahr 1998 hat die Weltbank mit Zahlen aufhorchen lassen: 25 Millionen Menschen befanden sich aufgrund von Umweltzerstörungen auf der Flucht, sodass damals die Zahl der Umweltfküchtlinge erstmals die Zahl der Kriegsflüchtlinge überstiegen hat. Auch der im selben Jahr verfasste UNDP-Bericht über die menschliche Entwicklung schätzte, dass 135 Millionen in Gefahr sind, zu Umweltflüchtlingen zu werden. Nach den Berichten des UNHCR sind Ende 2016 kknapp 65 Millionen Menschen auf der Flucht - davon etwa 50 Prozent Kinder.

20 Jahre danach beklagt Europa die "Flüchtlingswelle" und "Flüchtlingsströme" und differenziert - als gäbe es diese Vorgeschichte nicht! - zwischen anerkannten Asylsuchenden (nach Verfolgung und Krieg) und so genannten Zuwanderern. Von ihnen wird dann auch von Arbeitsmigranten gesprochen. Dass die Zahl derer, die wegen struktureller Ursachen ihren Lebensraum oder ihr Land verlassen, steigend ist, wird als ebenso legitime Fluchtursache einfach geleugnet. Schließlich müsse sich das Aufnahmeland mit beschränkter Kapazität erst einmal um die "Berechtigten" kümmern. Während die durchaus reichen europäischen Länder auf ihre begrenzten Aufnahmekapazitäten verweisen,  sollte man ihnen in Erinnerung rufen, dass die Hauptaufnahmeländer für Flüchtende zu 86% so genannte Entwicklungsländer sind: Mitte/Ende 2015 bereits hatte der Libanon 1,3 Mio Flüchtende aufgenommen, Äthiopien 0,7 Mio, Pakistan 1,5 Mio, der Iran 1 Mio und die Türkei 2,3 Millionen.
Im Schlepptau dieser Argumentation - und in der Folge der Terrorangriffe durch den Daesh ("islamischer Staat") - werden BürgerInnen zu vermehrter Wachsamkeit aufgerufen und zugleich Flüchtende (und insbesondere Muslime) mit Generalverdacht belegt. In diesem geschürten Unsicherheitsklima tun sich "Christ"- und "Sozial"-Demokraten gleichermaßen leicht, ein Integrationspaket (mit Burksverbot!!) zu verabschieden und das Fremdenrecht (mit Wohnsitzpflicht, Abschiebung...) zu verschärfen.

Wie gesagt, ist für mich VIELFALT ein Gewinn für alle. Aber ich bin - als Politikwissenschafterin - besonders hellhörig, wenn von Erfolgen von Integration durch Sprach- und Wertekurse die Rede ist. Stellt sich doch die Frage, ob nicht in Wahrheit Assimilation angestrebt wird. Sonst würde man sich auch nicht irritiert zeigen, dass Menschen, die schon seit Jahren in Österreich wohnen, noch immer eine Bindung an ihr Herkunftsland haben. Rotary macht auch hier den Unterschied: In einem Projekt aus Österreich und Deutschland werden die BETREUER in Sportvereinen mit den Werten und Gewohnheiten ihrer Schützlinge (Asylbewerber oder mit Asylstatus) vertraut gemacht!

Für das Jahr 2018/19 wurde ich als erste Frau im Distrikt 1920 (Oberösterreich, Salzburg, Tirol und Vorarlberg) zur Governorin gewählt, unser Nachbardistrikt 1910 (Ostösterreich und Bosnien-Herzegovina) ist mit der ersten Frau Governorin im Jahr 2010/11 vorangegangen. Und im Distrikt 1910 wurde bereits für 2019/20 mit Dr. Melitta Becker-Unger die zweite Frau gewählt. 
Unmittelbar nach der Nominierung zum Governor/ zur Governorin in beiden Distrikten haben Mag. Ismail Sadek (1910) und ich (1920) unsere Jahre terminlich und inhaltlich abgestimmt. Unser Fokus - beide ausgeprägt international ausgerichtet - wird auf der Kooperation mit Afrika liegen.  Mit unserem Besuch  bei der Distriktkonferenz (D 9211) in Arusha/ Tansania im Mai 2017 haben wir bereits den Start gesetzt.

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