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Bidungsauftrag in Grundschulen: Errichtung von Schulbibliotheken

Maria Assumpta: Bibliothek im Obergeschoß

Als ich im April 2019 wieder in Uganda war und "meinen" Rotary Club Kabulasoke-Gomba besucht habe, habe ich zwei Grundschulen im Distrikt Mityana besucht: Maria Assumpta mit über 500 Kindern und Kakiri (eine Schule im ländlichen, sehr armen Gebiet) mit 270 Kindern. Beim Besuch dieser Schulen wurde an mich der Wunsch herangetragen, für die Kinder der siebenklassigen Schulen Schulbibliotheken einzurichten. Beide Schuldirektoren sind übrigens Clubmitglieder. Und ich wurde gefragt, ob ich beim ersten Angewöhnen an die neuen Möglichkeiten für ein paar Wochen mithelfen könnte. Vor allem sollte ich in den beiden letzten Klassen die Jugendlichen motivieren, die Schule abzuschließen. 

Zukunftswünsche der P7 in Kakiri

Der vorzeitige Schulabbruch ist immer wieder - vor allem bei den Mädchen - ein Thema. Es war mir klar, dass es vor allem darum gehen wird, die Jugendlichen nicht erst in der letzten Klasse über ihre Zukunftswünsche und -möglichkeiten nachdenken zu lassen. Im Gespräch mit ihnen hat sich allerdings schnell herausgestellt, dass sie noch weit von solchen Zukunftsgedanken entfernt waren. Daraus hat sich die Notwendigkeit ergeben, dass auch die RotarierInnen als externe Vorbilder ihre eigenen Berufswege vorstellen sollten.

Nach  Österreich zurückgekehrt, habe ich mit Hilfe des RC Innsbruck-Alpin weitere 15 Clubs angesprochen, die sich zur Unterstützung bereiterklärt haben. Die Räume wurden entsprechend saniert, Bücher und sonstiges Unterrichtsmaterial sowie Computer und Beamer wurden in Kampala bestellt, die Möblierung übernahmen Tischler aus der Gemeinde, die damit auch einen Gewinn hatten. Es hat der Freude am Lernen keinen Abbruch getan, dass die Bücher erst im Laufe der Wochen vor der Eröffnung ankamen (ebenso auch die Möbel, ausgenommen die Regale, die der Club bereits aufstellen konnte).

Ich habe umso lieber zugesagt, weil mich das Konzept beider Schulen nach Montessori sehr begeistert hat. Und, weil sich leider selbst in der rotarischen Gemeinschaft bei einigen Vorurteile gegen die Verläßlichkeit von afrikanischen Partnern halten. Zum 3. Semester war ich für vier Wochen in einem Fulltime-Workshop-Programm  dort - und habe wunderbare Tage mit engagierten LehrerInnen und hochmotivierten und glücklichen Kindern verbracht. Die Unterrichtssprache ist in Uganda Englisch, trotzdem bemühe ich mich,  bis zum nächsten Einsatz im Herbst 2020 etwas Luganda zu lernen. Wir haben gemeinsam viel gelesen, die Kinder haben aus den Texten Szenen entwickelt, Tänze gestaltet, gesungen und gezeichnet. 
An meinen letzten beiden Tagen in Mityana wurden offiziell in einem tollen Fest, das die Kinder gestaltet haben, die Bibliotheken mit den Eltern, Gemeindeverantwortlichen und allen LehrerInnen und Kindern eröffnet. Governor Xavier Sentamu hat mitgefeiert und war ebenso begeistert von der Freude und der Fröhlichkeit der Kinder. Sehen Sie in den Bildern selber - ich freue mich aufs Wiederkommen!

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